Biometrie gegen Drogenkonsum durch Minderjährige |
11/11/2005 |
Nach einem Bericht der Tageszeitung De Limburger
setzt ein Coffeshop in Venlo auf eine biometrische Lösung, um zu verhindern,
dass Minderjährige so genannte Softdrugs (Cannabis-Produkte) kaufen. In
der Vergangenheit hatte der Cofeeshop "Nobody's Place" in Venlo
Magnetkarten an Cannabis-Käufer ausgegeben. Etwa 35.000 Personen bekamen
diese kostenlose Mitgliedskarte nach der Überprüfung ihres Alters: Minderjährige
dürfen sich nach niederländischem Recht nicht in Coffeeshops oder in ihrer
unmittelbaren Umgebung aufhalten.
Dennoch gab es Fälle, in denen Erwachsene
ihre Karte an Jugendliche weitergaben. Die Einführung eines Fingerabdruckscanners
soll diesen Missbrauch stoppen: Der Fingerabdruck wird auf der Mitgliedskarte
gespeichert und jeweils am Einlass, am Verkaufstresen und beim Gang zur
Toilette abgefragt.
Das unweit der deutsche Grenze gelegene
Venlo hat ein besonderes Drogenproblem, weil es Kunden aus dem gesamten
Ruhrgebiet anzieht. Über den Fingerabdruck, der zusammen mit dem biometrischen
Gesichtsbild ab 2007 in deutschen wie in niederländischen Personalausweisen
aufgebracht wird, könnte ein Abgleich der Daten zwischen Coffeeshop und
Polizei beziehungsweise Zoll stattfinden. (heise.de)



