T-Online zieht bei Internet-Telefonie nach |
08/01/2005 |
Die Telekom-Tochter T-Online steigt in die
Sprachtelefonie über das Internet ein. "Wir werden ab morgen Voice-over-IP
zusammen mit neuen DSL-Tarifen in voller Funktionalität vermarkten",
kündigte T-Online-Chef Rainer Beaujean in der heutigen Montagsausgabe des
Handelsblatt an.
Damit gebe T-Online dem Druck von Konkurrenten
wie Freenet.de und AOL nach, die längst mit einem solchen Angebot auf dem
Markt sind, schreibt die Zeitung. Bislang habe sich der Darmstädter Internetprovider
gegen einen Voice-over-IP-Dienst gesträubt, weil die kostengünstigen VoIP-Gespräche
die Umsätze der Telekom-Festnetzsparte T-Com gefährdeten und damit die
der eigenen Konzernschwester. So bot T-Online dann zwar bestimmte VoIP-Dienste
an, diese konnten aber im Funktionsumfang bei weitem nicht mit der Konkurrenz
mithalten.
Zum Start der neuen Tarife erhalten 3,5
Millionen T-Online-DSL-Kunden nun zwischen 120 und 400 Freiminuten für
Gespräche innerhalb des deutschen Festnetzes, berichtet das Handelsblatt.
Für jede weitere Minute ins deutsche Festnetz verlangt T-Online 2,9 Cent;
VoIP-Gespräche zu anderen T-Online-DSL-Kunden sind gebührenfrei. In Kürze
will T-Online auch Videotelefonie über das Internet einführen.
Gegenüber der Zeitung kündigte Beaujean
zudem ein "aggressiveres" Auftreten von T-Online an, der Preiskampf
sei alles andere als vorbei. Wegen dieses heftigen Preiskampfes, dem T-Online
auch mit niedrigeren DSL-Tarifen Tribut zollen musste, hatte T-Online bereits
die Umsatz- und Ergebnisziele für 2005 gesenkt.



