Gefälschte Schreckensnachricht |
11/28/2005 |
Japaner trauten ihren Augen nicht: Auf der
Nachrichtenseite von Yahoo vermeldete man den Einmarsch chinesischer Truppen
auf der japanischen Insel Okinawa. Krieg bedeutet dies aber nur für einen
gestörten Programmierer.
Ein früherer Computerprogrammierer hat
in Japan einen gefälschten Artikel ins Internet gestellt, wonach China
auf der japanischen Insel Okinawa einmarschiert ist. Der Mann wurde am
Montag in Tokio festgenommen, wie eine Polizeisprecherin mitteilte.
Der 30-Jährige habe den Artikel der Nachrichtenagentur
Kyodo zugeschrieben und auf einer Internetseite veröffentlicht, die der
des Internetportals Yahoo ähnele. Die Polizei beschlagnahmte den Computer
des Mannes und analysierte die darauf gespeicherten Daten. Kyodo erklärte,
die Seite mit der gefälschten Nachricht sei 66.000 Mal angeklickt worden,
bevor sie am 19. Oktober vom Netz genommen worden sei.
Der 30-Jährige soll seine Tat mittlerweile
bedauern. Er habe die Meldung veröffentlicht, um Aufmerksamkeit zu erhalten.
Yahoo reichte unterdessen Klage wegen Urheberrechtsverletzung ein. (stern.de)



