Mazedonien bekommt weltgrößtes WLAN |
11/23/2005 |
Der Welt größtes WLAN entsteht derzeit in
Mazedonien. In einem Jahr sollen über 90 Prozent der Bevölkerung an ihrem
Wohnsitz mittels WLAN online gehen und telefonieren können. Damit wäre
Mazedonien nach dem kleinen Inselstaat Niue das zweite Land der Welt mit
annährend flächendeckendem WLAN. Bereits jetzt sind die mazedonische Hauptstadt
Skopje und ihre Umgebung versorgt, womit fast die Hälfte der 2,05 Millionen
Einwohner des Landes abgedeckt werden. Auch alle 460 Schulen des Landes
sind seit kurzem breitbandig online.
Um alle mazedonischen Schulen ins Internet
zu bringen, hatte die United States Agency for International Development
(USAID) den Bau eines Breitband-Netzes ausgeschrieben. Der lokale Provider
On.Net erhielt den Zuschlag. Mit Glasfaser- und Funk-Verbindungen errichtete
er ein Backbone-Netz. USAID finanziert die Zugangsgebühren für zwei Jahre
und die Schulung von über 6.000 Lehrern. Die Volksrepublik China und Microsoft
lieferten Computer beziehungsweise Software.
On.Net nutzt nun das neu errichtete Netz,
um auch Privatkunden und Unternehmen mit Breitband-Internet zu versorgen.
Ein Zugang soll zehn bis 15 Euro pro Monat kosten. Die US-Firma Strix erhielt
den Auftrag, dafür ein vermaschtes WLAN-Netz zu errichten. In zehn bis
zwölf Monaten soll der Rollout abgeschlossen sein. Mit technischen Angaben
sparen die Beteiligten, aber IEEE 802.11a (54 MBit/s brutto im 5-GHz-Band)
dürfte für den Backhaul, IEEE 802.11b (11 MBit/s im 2,4 GHz) für die Anbindung
der User eingesetzt werden. Das Backhaulnetz soll per Firmware-Update auf
WiMAX umrüstbar sein. (heise.de)



