69 Prozent der Europäer hören Musik auf dem Computer

05/25/2005


Online-Kunden von Musicstores wissen nicht über DRM Bescheid

Berlin (pte) - Ein Großteil der Internet-Nutzer hat bereits Erfahrungen mit digitaler Musik gemacht - allerdings sind die wichtigste Quelle für digitale Musik gerippte CDs, nicht das Internet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Berlecon Research http://www.berlecon.de , die im Auftrag des Projekts INDICARE http://www.indicare.org der Europäischen Kommission durchgeführt wurde. So nutzen 69 Prozent der europäischen Internet-Nutzer ihren Computer zum Abspielen oder Speichern digitaler Musik. 40 Prozent nutzen hierfür einen MP3-Spieler.

Die Umfrage ergab auch, dass die wenigsten Kunden von Music Stores wie iTunes http://www.itunes.com über die Nutzungsbeschränkungen und den Einsatz von Digital-Rights-Management-Technologien (DRM) informiert sind. Für Berlecon stellt das Informationsdefizit ein großes Problem dar. "Kunden erwarten, dass sie digitale Musik auf CD brennen, tauschen und auf verschiedenen Geräten nutzen können", sagte Nicole Dufft, Senior Analyst bei Berlecon Research. "Sie sind verwirrt und verärgert, wenn technische Systeme sie daran hindern." Die Informationspolitik von Anbietern digitaler Musik sollte daher deutlich verbessert werden. "Das ist eine wesentliche Voraussetzung, um die Zufriedenheit der Kunden zu erhöhen", so Dufft.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage ist die Tatsache, dass Musik im Internet hervorragend dazu geeignet scheint, Marketing-Aktivitäten von Musikern und ihren Labels zu unterstützen. So haben 64 Prozent der Nutzer, die im Netz neue Musik entdeckten, anschließend eine CD des jeweiligen Interpreten gekauft. 16 Prozent haben Musik des Künstlers in einem Online-Music-Store gekauft. Vor allem die über 40-Jährigen sind bereit, Geld für digitale Musik und CDs auszugeben. "Daher empfehlen wir den Anbietern, sich nicht allein auf junge Nutzergruppen zu fokussieren, sondern sich vor allem auch an ältere Internet-Nutzer zu richten", so Dufft.

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