Weitere Klagerunde der US-Musikindustrie gegen Tauschbörsen-Teilnehmer |
06/30/2005 |
Der Branchenverband der US-amerikanischen
Musikindustrie Recording Industry Association of America (RIAA) hat weitere
Tauschbörsen-Teilnehmer verklagt. Insgesamt seien es in dieser Runde 748
Personen, die auf den Filesharing-Plattformen von Kazaa, Grokster und LimeWire
Copyrights verletzt haben sollen, berichten US-amerikanische Medien.
Die vorige Klagerunde der RIAA richtete
sich Ende Mai gegen Studenten von 33 US-Universitäten. Neben diesen Klagen
gegen Internet2-Nutzer hatte die RIAA seinerzeit zudem weitere 649 Klagen
gegen User eingereicht, die über normale Internet-Tauschbörsen illegal
urheberrechtlich geschützte Songs angeboten haben sollen. Damit hat die
RIAA bis heute mehr als 11.000 Klagen eingereicht, von denen einige mit
außergerichtlichen Einigungen und Schuldeingeständnissen der Nutzer abgeschlossen
wurden.
In einer Stellungnahme begrüßte die RIAA
die am Montag ergangene Entscheidung des obersten US-Gerichts im Fall Unterhaltungsindustrie
vs. Grokster/Streamcast. Der Supreme Court hatte befunden, dass Hersteller
von Produkten für Rechtsverletzungen von Dritten, die dieses Produkt nutzen,
verantwortlich gemacht werden können, wenn das Produkt mit der Möglichkeit
für Rechtsverletzung beworben oder mit diesem Ziel hergestellt wurde. Nun
dürften nicht mehr nur Nutzer, sondern auch Tauschbörsenbetreiber selbst
mit juristischen Auseinandersetzungen rechnen.
Quelle: heise.de



