Gefahr für eBay - kostenlose Web-Datenbank Google Base |
10/27/2005 |
<b>Google Base konkurriert mit eBay
und Online-Stellenmärkten</b>
Zahlreiche US-Medien berichten übereinstimmend
von einem neuen Google-Projekt, das die Bezeichnung "Base" trägt
und das Anwender für die Bereitstellung beliebiger Inhalte wie Kaufangebote,
Termine, Stellenanzeigen oder andere Daten nutzen können, ohne dass dafür
Gebühren anfallen. Grob hat Google diese Angaben bereits bestätigt, ohne
bekannt zu geben, wann Google Base gestartet wird.
Google Base wird beliebige digitale Inhalte
seiner Nutzer aufnehmen, die dann von anderen Anwendern gesucht werden
können. Es wird erwartet, dass man darüber beliebige Datenbanken online
stellen kann, wozu etwa Party-Ankündigungen, Stellenanzeigen oder Verkaufsangebote
zählen. Die Arbeiten an Base hat Google zumindest in den Grundzügen bereits
in einem Blog-Eintrag bestätigt.
Derzeit ist ein Zugriff auf die Webseite
Google Base nicht möglich, aber in den vergangenen Stunden war die Webseite
für kurze Zeit immer mal wieder mit allen Inhalten erreichbar. Gemäß ersten
Erkenntnissen ist ein Gmail-Konto erforderlich, um Google Base einsetzen
zu können. Die Verwaltung der eigenen Einträge in Google Base erfolgt dann
über eine der Gmail-Bedienung angelehnte Oberfläche.
Da Google Base auch für den Verkauf von
beliebigen Produkten benutzt werden kann, könnte der Dienst schon bald
eine harte Konkurrenz für den Online-Marktplatz eBay werden. Es wird zudem
vermutet, dass Google im Zuge dessen einen eigenen Bezahldienst startet,
worüber derartige Käufe abgewickelt werden können. Obgleich für das Einstellen
von Inhalten in Google Base keine Gebühren anfallen, wäre es denkbar, dass
sich Google bei der Bezahlfunktion prozentual an den Transaktionen beteiligen
lässt. Aber auch Online-Stellenmärkte oder Immobilienseiten könnten den
Start von Google Base zu spüren bekommen, wenn derartige Informationen
dort kostenlos eingestellt werden können.
Das Gerücht zu einem PayPal-Konkurrenten
von Google tauchte bereits vor einigen Monaten auf, das aber unverzüglich
von Google dementiert wurde. Wie bei neuen Google-Diensten üblich wird
wohl auch Google Base vorerst nur für den US-Markt angeboten, so dass möglicherweise
etwa der Verkauf von Artikeln nur zwischen US-Bürgern vorgenommen werden
kann. (golem)



